FAQ zu Reisen nach La Réunion
Antworten auf die häufigsten Fragen zu Reisen nach La Réunion — Reservierungen, Geld, Transport, Kultur und mehr.
Einreise & Formalitäten
Brauchen EU-Bürger ein Visum für La Réunion?
Nein, EU- und EWR-Bürger reisen mit gültigem Personalausweis oder Reisepass ein, ein Visum ist nicht nötig. La Réunion ist ein französisches Überseedepartement und damit vollwertiges EU-Gebiet, auch wenn es geografisch weit von Europa entfernt liegt. Achtung: Trotz EU-Zugehörigkeit gehört die Insel nicht zum Schengen-Raum, das betrifft aber vor allem Nicht-EU-Bürger. Die Aufenthaltsdauer ist für EU-Bürger nicht begrenzt wie bei einem Touristenvisum, ein Reisepass ist dennoch empfehlenswert für Anschlussflüge über Mauritius oder Madagaskar.
Gehört La Réunion zum Schengen-Raum?
Nein, obwohl La Réunion Teil Frankreichs und der EU ist, liegt die Insel als Region in äußerster Randlage außerhalb des Schengen-Raums. Ein gültiges Schengen-Visum deckt die Einreise nach La Réunion also nicht automatisch ab, hier gelten eigene französische Einreiseregeln. Nicht-EU-Reisende sollten vorab prüfen, ob sie ein separates französisches Visum für die Überseegebiete benötigen, typischerweise 60 bis 90 Tage vor Abreise beantragt. EU- und EWR-Bürger sind davon nicht betroffen und reisen mit Ausweis oder Pass ein.
Welchen Ausweis benötigen EU- und EWR-Bürger für die Einreise nach La Réunion?
Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt, ein Visum ist für EU- und EWR-Bürger nicht erforderlich. Da La Réunion offiziell französisches Staatsgebiet ist, gelten dieselben Regeln wie für eine Reise nach Frankreich selbst, nur eben außerhalb des Schengen-Raums. Fluggesellschaften kontrollieren die Dokumente meist bereits beim Check-in in Paris oder einem anderen Umsteigeflughafen. Für Mietwagen und Hotelbuchungen wird zusätzlich häufig eine Kreditkarte mit ausreichend Deckung verlangt, unabhängig vom Ausweisdokument.
Welche Einreisebestimmungen gelten für Nicht-EU-Besucher auf La Réunion?
Nicht-EU-Bürger benötigen je nach Herkunftsland ein französisches Visum, da La Réunion außerhalb des Schengen-Raums liegt und eigene Einreiseregeln für Überseegebiete gelten.
Die Anforderungen entsprechen weitgehend denen für eine Einreise nach Frankreich, die Beantragung läuft über die zuständige französische Vertretung im Heimatland.
Reisende aus visumbefreiten Ländern wie den USA oder Kanada sollten die aktuelle Liste vor der Buchung prüfen, da sie sich von der Schengen-Liste unterscheiden kann. Ein Rückflugticket und ein Nachweis der Unterkunft werden bei der Einreisekontrolle häufig verlangt.
Beste Reisezeit & Zyklone
Was ist die beste Reisezeit für La Réunion?
Der südliche Winter von Mai bis Oktober gilt als beste Reisezeit, mit trockenem, milderem Wetter und den besten Bedingungen für Wanderungen in den Cirques und zum Vulkan. Temperaturen an der Küste liegen dann meist zwischen 20 und 27 Grad, in den Bergen kann es nachts deutlich kühler werden. Die Monate August und September sind bei Wanderern besonders beliebt, entsprechend früh sollte man Unterkünfte in Cilaos oder Hell-Bourg buchen. Von November bis April dominiert die feuchtere, wärmere Zyklonsaison, die zwar für Strandurlaub reizvoll bleibt, aber Wanderpläne durcheinanderbringen kann.
Wann ist Zyklonsaison auf La Réunion?
Die Zyklonsaison dauert offiziell von November bis April, mit dem höchsten Risiko meist zwischen Januar und März. In dieser Zeit kommt es zu starken Regenfällen, kurzfristigen Sperrungen von Straßen und Wanderwegen sowie gelegentlichen Flugausfällen. Reisende sollten in diesem Zeitraum flexible Buchungen bevorzugen und die Wettervorhersage von Météo-France täglich prüfen. Die Insel ist auf Zyklone gut vorbereitet, dennoch lohnt sich für die Aktivitäten in den Bergen eher der trockenere Winter von Mai bis Oktober.
Was bedeuten die Zyklon-Warnstufen (Vigilance, Orange, Rot) auf La Réunion?
Die Präfektur nutzt ein vierstufiges System von Grün über Gelb und Orange bis Rot, das den Grad der Bedrohung durch einen herannahenden Zyklon anzeigt. Bei Orange werden Schulen geschlossen und Vorbereitungen empfohlen, bei Rot gilt striktes Hausverbot im Freien, alle Geschäfte und der öffentliche Verkehr stehen still. Touristen sollten während einer roten Warnstufe unbedingt in der Unterkunft bleiben und Anweisungen des Hotels oder Vermieters befolgen. Nach Aufhebung der Warnstufe dauert es oft noch ein bis zwei Tage, bis Straßen und Wanderwege wieder vollständig freigegeben sind.
Warum sind die Jahreszeiten auf La Réunion umgekehrt zu Europa?
La Réunion liegt auf der Südhalbkugel im Indischen Ozean, daher sind die Jahreszeiten gegenüber Europa genau umgekehrt. Der südliche Sommer von November bis April bringt Hitze und Feuchtigkeit sowie die Zyklonsaison, während der südliche Winter von Mai bis Oktober trocken und angenehm kühl ist. Wer im europäischen Winter reist, trifft also auf der Insel auf die trockenere, mildere Jahreszeit, ideal für Wanderungen. Auf den Gipfeln des Vulkans und des Piton des Neiges kann es im südlichen Winter sogar frieren, ein Kontrast zum tropischen Küstenklima.
Welche Monate bieten die besten Bedingungen zum Wandern auf La Réunion?
Von Mai bis Oktober, also im trockenen südlichen Winter, sind die Bedingungen für Wanderungen in den Cirques und am Vulkan am zuverlässigsten. Juli bis September gelten als Hauptsaison mit stabilem Wetter, klarer Sicht und weniger Regen auf den Bergpfaden. Außerhalb dieser Zeit können Wege durch Erdrutsche oder starke Regenfälle gesperrt werden, besonders im feuchteren Osten der Insel. Auch in der Trockenzeit lohnt sich ein früher Start, da sich Wolken an den Gipfeln oft schon ab Mittag bilden.
Fortbewegung
Braucht man einen Mietwagen auf La Réunion?
Ja, ein Mietwagen ist auf La Réunion praktisch unverzichtbar, da viele Sehenswürdigkeiten, Cirques und Strände abseits der wenigen Buslinien liegen. Die Straßen sind gut ausgebaut, aber die Bergstraßen etwa nach Cilaos oder zum Maïdo sind kurvenreich und zeitaufwendig. Ohne eigenes Fahrzeug ist man auf den Car Jaune und teure Taxis angewiesen, was die Reiseplanung deutlich einschränkt. Für die Hauptsaison von Juli bis September empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, da Mietwagen dann schnell ausgebucht sind.
Auf welcher Straßenseite fährt man auf La Réunion?
Wie in ganz Frankreich wird auf La Réunion rechts gefahren, das Verkehrssystem entspricht dem französischen Festland. Verkehrsschilder und Regeln sind identisch mit denen in Europa, ein internationaler Führerschein ist für EU-Bürger nicht nötig, der nationale Führerschein reicht. Die Nouvelle Route du Littoral zwischen Saint-Denis und La Possession ist eine moderne Küstenautobahn, während Bergstraßen wie die Route de Cilaos deutlich enger und kurvenreicher sind. Vorsicht ist vor allem bei den rund 400 Kurven der Straße nach Cilaos geboten, hier braucht man Geduld und keine Eile.
Wie lange dauert die Fahrt hinauf nach Cilaos?
Die Fahrt von der Küste hinauf nach Cilaos dauert etwa eineinhalb bis zwei Stunden, obwohl die Distanz auf der Karte kurz wirkt. Die Straße windet sich durch rund 400 Kurven durch eine enge Schlucht, was Tempo und Nerven fordert, besonders bei Gegenverkehr in schmalen Abschnitten. Wer unter Reiseübelkeit leidet, sollte vorsorgen, da die Strecke durchgehend kurvig verläuft und kaum gerade Passagen bietet. Reisende unterschätzen diese Fahrzeit häufig und planen zu wenig Puffer für den restlichen Tagesausflug ein.
Was ist das Car-Jaune-Busnetz und wohin fährt es?
Car Jaune ist das öffentliche Busnetz von La Réunion und verbindet die wichtigsten Städte entlang der Küste, darunter Saint-Denis, Saint-Pierre, Saint-Benoît und Saint-Paul. Die Linien eignen sich gut für Fahrten zwischen den größeren Orten, erreichen aber die Cirques oder abgelegene Wanderausgangspunkte meist nicht direkt. Tickets kosten nur wenige Euro pro Fahrt, die Busse verkehren jedoch seltener als städtische Nahverkehrssysteme in Europa, Wartezeiten von 30 bis 60 Minuten sind üblich. Für spontane Erkundungen der Insel bleibt ein Mietwagen deutlich flexibler als das Car-Jaune-Netz.
Warum hat La Réunion zwei Flughäfen, und welchen sollte man nutzen?
La Réunion verfügt über den großen internationalen Flughafen Roland-Garros bei Sainte-Marie im Norden und den kleineren Flughafen Pierrefonds im Süden bei Saint-Pierre. Die meisten internationalen und innerfranzösischen Flüge landen in Roland-Garros, das den Hauptzugang zur Insel darstellt. Pierrefonds bedient vor allem Regionalflüge, etwa nach Mauritius, und liegt praktisch für alle, die ihren Aufenthalt im Süden der Insel beginnen wollen. Wer den wilden Süden oder die Cirques zuerst erkunden möchte, spart durch die Ankunft in Pierrefonds oft eine bis zwei Stunden Anfahrt.
Der Vulkan
Was ist der Unterschied zwischen dem Piton de la Fournaise und dem Piton des Neiges?
Der Piton de la Fournaise ist mit 2 632 Metern einer der aktivsten Vulkane der Welt und liegt im Südosten der Insel, regelmäßig mit sichtbaren Eruptionen im Enclos Fouqué.
Der Piton des Neiges dagegen ist mit 3 070 Metern der höchste Gipfel der Insel und des gesamten Indischen Ozeans, aber erloschen und geologisch älter.
Der Fournaise lässt sich in einer moderaten Tageswanderung ab Pas de Bellecombe erreichen, während der Aufstieg zum Piton des Neiges meist eine Übernachtung in der Caverne Dufour erfordert. Beide Gipfel bieten völlig unterschiedliche Landschaften, karge Lavafelder auf der einen und alpines Terrain auf der anderen Seite.
Wie kommt man vom Bourg-Murat zum Piton de la Fournaise?
Von Bourg-Murat aus führt die Route du Volcan über rund 30 Kilometer durch die Plaine des Cafres und die Plaine des Sables bis zum Pas de Bellecombe, was etwa 45 bis 60 Minuten Fahrzeit einnimmt.
Die Straße bietet unterwegs beeindruckende Ausblicke über die mondähnliche Plaine des Sables, ein eigener Fotostopp lohnt sich hier fast immer. Vom Parkplatz am Pas de Bellecombe aus beginnt der markierte Wanderweg zum Kraterrand, ein Vier-Wege-Antrieb ist für die geteerte Straße nicht nötig.
Es empfiehlt sich, früh am Morgen zu starten, da sich die Wolken über dem Vulkanplateau oft bereits gegen Mittag verdichten.
Kann man den Dolomieu-Krater immer besteigen?
Nein, der Zugang zum Dolomieu-Krater wird regelmäßig gesperrt, insbesondere bei aktiven Eruptionen, erhöhter seismischer Aktivität oder starkem Wind und Nebel.
Das Observatoire Volcanologique überwacht den Vulkan kontinuierlich, und die zuständigen Behörden schließen den Pfad kurzfristig, teils für Tage oder Wochen. Reisende sollten den Status vor der Anfahrt online oder direkt am Pas de Bellecombe prüfen, da lange Anfahrtswege sonst umsonst sind.
Auch bei geöffnetem Weg bleibt der unmittelbare Kraterrand oft aus Sicherheitsgründen gesperrt, der Blick vom markierten Aussichtspunkt ist dann trotzdem eindrucksvoll.
Wie lang ist die Wanderung zum Dolomieu-Krater ab Pas de Bellecombe, hin und zurück?
Die Wanderung vom Pas de Bellecombe zum Kraterrand und zurück dauert etwa vier bis fünf Stunden, je nach Kondition und Pausen. Die Strecke beträgt insgesamt rund 12 bis 14 Kilometer über unwegsames Lavagestein mit etwa 300 Höhenmetern Anstieg auf dem Rückweg. Festes Schuhwerk ist Pflicht, da der Weg über scharfkantige Lavaformationen führt und bei Nässe rutschig wird. Wasser, Sonnenschutz und warme Kleidung gehören trotz tropischer Insellage in den Rucksack, da es auf dem Plateau windig und kühl werden kann.
Was kann man im Museum Cité du Volcan sehen?
Die Cité du Volcan in der Plaine des Cafres ist ein interaktives Museum, das die Vulkangeschichte von La Réunion mit Simulationen, Lavaproben und einem nachgebildeten Erdinneren erklärt. Besucher erleben eine simulierte Eruption und erfahren, wie das Observatoire Volcanologique den Piton de la Fournaise in Echtzeit überwacht. Das Museum eignet sich besonders gut als Ergänzung zum Vulkanbesuch, etwa wenn der Kraterweg wegen aktiver Tätigkeit gesperrt ist. Ein Besuch dauert etwa ein bis zwei Stunden und kostet umgerechnet rund 12 bis 15 Euro Eintritt.
Cirques & Mafate
Was sind die drei Cirques von La Réunion?
Die drei Cirques sind Cilaos, Salazie und Mafate, gewaltige kesselförmige Talformationen, die durch den Einsturz des erloschenen Vulkans Piton des Neiges entstanden sind. Cilaos ist per Straße mit rund 400 Kurven erreichbar und bekannt für Wein, Stickerei und Canyoning. Salazie mit dem Dorf Hell-Bourg ist grüner und wasserreicher, ebenfalls mit dem Auto erreichbar. Mafate dagegen hat keine Straßenanbindung und ist ausschließlich zu Fuß oder per Hubschrauber erreichbar, was es zum abgelegensten der drei Cirques macht.
Wie gelangt man in den Cirque de Mafate?
Der Cirque de Mafate hat keinerlei Straßenanbindung, man erreicht ihn ausschließlich zu Fuß über markierte Wanderwege oder per Hubschrauberflug ab Saint-Denis oder Saint-Gilles.
Beliebte Einstiegspunkte für die Wanderung sind Col des Bœufs, Dos d'Âne oder Sentier Scout, von wo aus man Dörfer wie La Nouvelle oder Marla in zwei bis fünf Stunden erreicht.
Die Wege sind gut markiert, aber anspruchsvoll mit deutlichen Höhenunterschieden, festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind unerlässlich. Ein Helikopterflug dauert nur etwa 20 bis 30 Minuten und kostet je nach Anbieter ungefähr 150 bis 250 Euro pro Person.
Wo übernachtet man bei einer Wanderung durch Mafate?
In den Dörfern des Cirque de Mafate, etwa La Nouvelle, Marla, Roche Plate oder Aurère, gibt es einfache Gîtes und Unterkünfte in Familienbetrieben, da es keine klassischen Hotels gibt. Eine Übernachtung mit Halbpension kostet üblicherweise etwa 40 bis 60 Euro pro Person, Reservierungen sind in der Hauptsaison von Juli bis September dringend empfohlen. Strom ist oft nur begrenzt über Solarpanels verfügbar, Warmwasser und Mobilfunkempfang sind nicht überall garantiert. Wer mehrtägige Touren plant, sollte Bargeld mitbringen, da Kartenzahlung in den abgelegenen Dörfern selten möglich ist.
Was unterscheidet einen Besuch in Cilaos von einem in Salazie?
Cilaos liegt höher und trockener, ist bekannt für Weinbau, Broderie-Stickerei und Canyoning-Touren in den umliegenden Schluchten. Salazie mit dem Hauptort Hell-Bourg ist grüner und feuchter, geprägt von üppiger Vegetation, Wasserfällen und traditioneller kreolischer Architektur. Die Anfahrt nach Cilaos dauert wegen der rund 400 Kurven etwas länger als die nach Salazie, beide sind aber gut ausgebaute Straßen ab der Küste. Wer Wanderungen mit Weinverkostung verbinden möchte, wählt Cilaos, wer Wasserfälle und Dorfarchitektur sucht, ist in Salazie und Hell-Bourg besser aufgehoben.
Warum zählt Hell-Bourg zu den Plus Beaux Villages de France?
Hell-Bourg im Cirque de Salazie wurde wegen seiner gut erhaltenen kreolischen Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert und seiner malerischen Lage inmitten grüner Berghänge in die Liste der Plus Beaux Villages de France aufgenommen.
Die schmalen Straßen mit bunten Häusern, Thermalquellen-Geschichte und umliegenden Wasserfällen machen den Ort zu einem der meistfotografierten Dörfer der Insel. Von hier starten mehrere Wanderwege, etwa zum Wasserfall Voile de la Mariée oder in Richtung Trou de Fer.
Ein Spaziergang durch das Dorf dauert ein bis zwei Stunden, ideal als Ergänzung zu einer Wanderung im Cirque de Salazie.
Wandern
Was sind die Wanderwege GR R1, R2 und R3 auf La Réunion?
Die GR-Wege sind die drei großen Fernwanderrouten der Insel, verwaltet vom ONF, die zusammen ein Netz von über 1 000 Kilometern Wanderwegen bilden.
Der GR R1 umrundet den Piton des Neiges durch die drei Cirques, der GR R2 durchquert die Insel von Nord nach Süd über den Vulkan, und der GR R3 führt größtenteils durch den Cirque de Mafate.
Diese Mehrtagestouren erfordern Übernachtungen in Gîtes und eine gute Kondition, da täglich mehrere hundert Höhenmeter zu bewältigen sind. Aktuelle Streckensperrungen sollten vor Antritt einer solchen Tour unbedingt bei den lokalen Behörden oder dem ONF geprüft werden.
Was ist der Grand Raid (Diagonale des Fous)?
Der Grand Raid, auch Diagonale des Fous genannt, ist ein legendäres Ultratrail-Rennen über rund 165 Kilometer, das die Insel von Südosten nach Norden durchquert, mit über 9 000 Höhenmetern Anstieg.
Das Rennen findet jährlich im Oktober statt und zieht mehrere tausend Läufer aus aller Welt an, viele Teilnehmer benötigen 60 bis 70 Stunden für die Strecke. Die Route führt durch alle drei Cirques und über anspruchsvolles Terrain, das sonst nur erfahrenen Mehrtageswanderern vorbehalten ist.
Besucher, die zu dieser Zeit reisen, sollten mit gesperrten Wegen und voll ausgebuchten Unterkünften entlang der Strecke rechnen.
Wie prüft man, ob ein Wanderweg auf La Réunion geöffnet ist?
Der Zustand der Wanderwege wird vom ONF und den Behörden des Nationalparks La Réunion online veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert, besonders nach starken Regenfällen oder während der Zyklonsaison.
Lokale Tourismusbüros in Cilaos, Salazie oder Saint-Denis geben ebenfalls tagesaktuelle Auskunft zu Sperrungen durch Erdrutsche oder Vulkanaktivität. Vor jeder mehrtägigen Wanderung, insbesondere in Mafate, lohnt sich ein Anruf oder Besuch vor Ort, da Online-Informationen gelegentlich veraltet sein können.
Wege werden häufiger von Mai bis Oktober zuverlässig offen gehalten als während der feuchteren Sommermonate.
Wohin geht man, um den Wasserfall Trou de Fer zu sehen?
Der beste Aussichtspunkt auf den Trou de Fer liegt am Rand des Waldes von Bélouve, erreichbar über eine Wanderung ab dem Parkplatz nahe Hell-Bourg oder direkt vom Wald aus.
Der eigentliche Wasserfall, der über 300 Meter in eine enge Schlucht stürzt, ist von unten kaum zugänglich, der Blick von oben ist die übliche und sicherste Perspektive. Die Wanderung durch den Bélouve-Wald dauert etwa zwei bis drei Stunden hin und zurück und führt durch dichten, nebligen Bergwald.
Alternativ bieten manche Anbieter Hubschrauberflüge an, die einen spektakulären Blick von oben auf den Wasserfall ermöglichen, für rund 150 bis 200 Euro pro Person.
Baden & Haie
Ist Schwimmen vor der Küste von La Réunion sicher?
Außerhalb der geschützten Lagunen ist Schwimmen und Surfen an vielen Küstenabschnitten seit einigen Jahren aus Sicherheitsgründen eingeschränkt oder verboten, wegen wiederholter Vorfälle mit Haien.
Innerhalb der Korallenriff-Lagunen an der Westküste, etwa bei Saint-Gilles oder L'Hermitage, gilt Schwimmen dagegen als sicher und wird von Einheimischen und Touristen gleichermaßen genutzt.
Es empfiehlt sich, die vor Ort ausgehängten Warnschilder und Flaggen ernst zu nehmen und niemals außerhalb der markierten Lagunenbereiche zu schwimmen. Rettungsschwimmer sind an den größten Stränden im Westen präsent, an abgelegeneren Buchten jedoch nicht immer.
Wo kann man auf La Réunion sicher schwimmen?
Sicheres Schwimmen ist vor allem innerhalb der Lagune an der Westküste möglich, etwa bei Saint-Gilles-les-Bains, L'Hermitage, La Saline-les-Bains oder Boucan Canot, wo ein Korallenriff die Bucht vom offenen Meer trennt. Auch der schwarze Sandstrand von Étang-Salé bietet einen geschützten Badebereich, ebenso wie ausgewählte Buchten bei Manapany im Süden. Außerhalb dieser durch Riffe geschützten Zonen ist das Baden aus Sicherheitsgründen meist eingeschränkt oder verboten. Wer unsicher ist, orientiert sich am besten an den Badenden vor Ort und den amtlichen Hinweisschildern am Strand.
Warum ist Schwimmen und Surfen außerhalb der Lagune auf La Réunion eingeschränkt?
Seit einer Reihe von Hai-Zwischenfällen ab den frühen 2010er Jahren gelten an vielen Küstenabschnitten außerhalb der geschützten Lagunen Schwimm- und Surfverbote, die von der Präfektur erlassen wurden.
Die Gewässer außerhalb der Riffe bieten Bullenhaien und Tigerhaien geeignete Bedingungen, weshalb Behörden und lokale Surfvereine von offenem Wassersport dort abraten.
Innerhalb der Lagune, wo das Riff eine natürliche Barriere bildet, bestehen diese Einschränkungen nicht, hier ist Baden weiterhin unbedenklich. Reisende sollten lokale Warnschilder ernst nehmen, auch wenn das Wasser einladend ruhig aussieht.
Welche Lagunenstrände eignen sich am besten zum Schwimmen auf La Réunion?
Die Strände von L'Hermitage und Saint-Gilles-les-Bains gehören zu den beliebtesten, mit türkisfarbenem, ruhigem Wasser innerhalb der Riff-Lagune und guter touristischer Infrastruktur.
La Saline-les-Bains bietet ähnliche Bedingungen mit oft etwas weniger Andrang, während Boucan Canot für seine Kulisse bekannt ist, aber einen kleineren geschützten Bereich hat. Im Süden der Insel ist der schwarze Sandstrand von Étang-Salé eine gute Alternative mit einem ruhigen Lagunenabschnitt.
Alle diese Strände liegen an der trockeneren Westküste, was sie auch bei wechselhaftem Wetter im Osten zur verlässlicheren Wahl macht.
Walbeobachtung
Wann kann man Buckelwale bei La Réunion sehen?
Buckelwale sind vor der Küste von La Réunion typischerweise von Juli bis Oktober zu beobachten, wenn sie aus antarktischen Gewässern zum Paaren und Kalben in wärmere tropische Meere ziehen. Die Hauptsaison mit den meisten Sichtungen liegt meist zwischen August und September, was gut mit der trockenen Wanderzeit auf der Insel zusammenfällt. Die Wale halten sich häufig entlang der Westküste zwischen Saint-Leu und Saint-Gilles auf, wo auch die meisten Bootsausflüge starten. Außerhalb dieser Monate sind Sichtungen selten bis unmöglich, da die Tiere dann in anderen Gewässern unterwegs sind.
Wie funktionieren Wal-Beobachtungstouren mit dem Boot auf La Réunion?
Zertifizierte Anbieter, oft mit dem lokalen Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Walbeobachtung, bieten zwei- bis dreistündige Bootstouren meist ab Saint-Gilles oder Saint-Leu an, mit Preisen von etwa 50 bis 90 Euro pro Person.
Die Boote halten einen vorgeschriebenen Mindestabstand zu den Tieren ein und nähern sich langsam, um die Wale nicht zu stressen. Manche Anbieter kombinieren die Tour mit Schnorcheln in der Lagune, was den Ausflug auf einen halben Tag verlängert.
Wer besonders nah an die Tiere heranmöchte, sollte auf Anbieter mit offizieller Zertifizierung und begrenzter Teilnehmerzahl pro Boot achten.
Sind Walsichtungen bei einer Bootstour garantiert?
Nein, Walsichtungen sind trotz hoher Wahrscheinlichkeit in der Saison von Juli bis Oktober nicht garantiert, da es sich um wildlebende, frei ziehende Tiere handelt. Viele Anbieter bieten bei einer Tour ohne Sichtung eine kostenlose Wiederholungsfahrt an, das sollte vor der Buchung ausdrücklich nachgefragt werden. Die Erfolgsquote liegt in den Kernmonaten August und September erfahrungsgemäß deutlich höher als am Rand der Saison im Juli oder Oktober. Wer die Chancen maximieren möchte, bucht am besten eine Tour mit erfahrenem Guide und flexiblem Rückgabetermin bei ausbleibender Sichtung.
Geld & Budget
Welche Währung wird auf La Réunion verwendet?
Auf La Réunion gilt der Euro (EUR), da die Insel ein französisches Überseedepartement und damit Teil der Eurozone ist. Es gibt keine separate Lokalwährung, Preise sind identisch strukturiert wie auf dem französischen Festland. Geldautomaten sind in allen größeren Orten wie Saint-Denis, Saint-Pierre oder Saint-Gilles gut verfügbar, in abgelegenen Bergdörfern jedoch seltener. Reisende aus Nicht-Euro-Ländern sollten vor Abreise prüfen, ob ihre Karte Auslandsgebühren berechnet, da Wechselstuben auf der Insel selten und meist ungünstiger sind.
Werden Kreditkarten auf La Réunion breit akzeptiert?
Ja, Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants, Supermärkten und den meisten Geschäften in den größeren Städten problemlos akzeptiert, das Zahlungssystem entspricht dem französischen Festland.
In abgelegenen Gîtes der Cirques, etwa in Mafate, sowie auf kleinen Märkten und bei manchen Ausflugsanbietern wird jedoch häufig nur Bargeld akzeptiert.
Es empfiehlt sich, für Bergtouren und Tagesausflüge in die Cirques stets etwas Bargeld mitzunehmen, da Kartenterminals dort oft fehlen oder keinen Empfang haben. Bankomaten sind in Saint-Denis, Saint-Pierre und Saint-Paul zuverlässig vorhanden, in kleineren Ortschaften weniger.
Ist La Réunion teurer als das französische Festland?
Die Preise auf La Réunion liegen insgesamt etwas über dem Niveau des französischen Festlands, hauptsächlich wegen der Transportkosten für importierte Waren auf die Insel. Restaurantmahlzeiten kosten meist etwa 15 bis 30 Euro pro Person, Mietwagen liegen bei ungefähr 30 bis 60 Euro pro Tag je nach Saison. Lokale Produkte wie tropisches Obst, Fisch und Rum sind dagegen oft günstiger als importierte Waren wie Käse oder verarbeitete Lebensmittel. Unterkünfte variieren stark, ein einfaches Gîte in den Cirques kostet deutlich weniger als ein Hotel an der Westküste.
Ist Trinkgeld in Restaurants auf La Réunion üblich?
Nein, wie in ganz Frankreich ist die Bedienung gesetzlich im Rechnungspreis enthalten, Trinkgeld wird also nicht erwartet. Es ist dennoch üblich und wird gerne gesehen, bei gutem Service ein bis zwei Euro aufzurunden oder kleine Beträge dazulassen. Bei geführten Touren, etwa Canyoning oder Bootsausflügen, ist ein freiwilliges Trinkgeld von etwa 5 bis 10 Euro pro Person eine übliche Geste, aber keine Pflicht. Niemand sollte sich unter Druck gesetzt fühlen, ein bestimmtes Trinkgeld zu zahlen, da es rechtlich keine Erwartung dafür gibt.
Gesundheit & Mücken
Welche durch Mücken übertragenen Krankheiten sollten Reisende auf La Réunion kennen?
Auf La Réunion treten gelegentlich Ausbrüche von Dengue-Fieber und Chikungunya auf, beide werden durch die tagaktive Tigermücke übertragen, die vor allem in der feuchteren Sommersaison von November bis April aktiv ist.
Symptome umfassen hohes Fieber, Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen, die mehrere Tage bis Wochen anhalten können, ein Arztbesuch bei Verdacht ist ratsam. Anders als Malaria kommt Malaria auf La Réunion nicht vor, weshalb keine spezielle Malariaprophylaxe nötig ist.
Die lokalen Gesundheitsbehörden informieren bei aktiven Ausbrüchen über Warnungen, die vor der Reise online eingesehen werden können.
Wie können sich Reisende vor Dengue und Chikungunya schützen?
Der wirksamste Schutz ist die Vermeidung von Mückenstichen durch Repellents mit DEET oder Icaridin, lange, helle Kleidung und die Nutzung von Moskitonetzen, besonders in den Abend- und Morgenstunden.
Unterkünfte mit Klimaanlage oder Fliegengittern reduzieren das Risiko zusätzlich, da die Tigermücke tagaktiv, aber auch in Innenräumen anzutreffen ist. Stehendes Wasser in der Nähe der Unterkunft sollte gemieden werden, da es als Brutstätte für Mücken dient.
Bei Fieber oder Gelenkschmerzen während oder nach der Reise sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um Dengue oder Chikungunya auszuschließen.
Warum sollte man nach starkem Regen kein Süßwasserbaden auf La Réunion?
Nach starken Regenfällen steigt das Risiko einer Leptospirose-Infektion in Flüssen, Wasserfallbecken und stehenden Gewässern deutlich an, da die Bakterien über Tierurin ins Wasser gelangen und sich bei Überschwemmungen ausbreiten.
Die Krankheit äußert sich mit grippeähnlichen Symptomen und kann unbehandelt ernsthafte Komplikationen verursachen, weshalb Vorsicht besser als Nachsicht ist. Besonders nach Zyklonen oder heftigen Regenperioden in der Sommersaison raten lokale Behörden ausdrücklich vom Baden in Flüssen wie der Rivière des Marsouins oder der Rivière des Galets ab.
Offene Wunden sollten beim Kontakt mit Süßwasser generell wasserdicht abgedeckt werden, auch außerhalb von Regenperioden.
Warum ist Sonnenschutz selbst in den Bergen von La Réunion wichtig?
In größerer Höhe, etwa am Piton de la Fournaise oder am Piton des Neiges, ist die UV-Strahlung durch die dünnere Atmosphäre deutlich intensiver als an der Küste, auch wenn die Temperaturen dort kühler wirken.
Viele Reisende unterschätzen dieses Risiko, weil sie bei kühlerem Bergwetter fälschlich annehmen, keinen Sonnenbrand zu bekommen. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und Kopfbedeckung sind bei Wanderungen am Vulkan oder in der Plaine des Sables unverzichtbar, wo es kaum Schatten gibt.
Auch an bewölkten Tagen bleibt die UV-Belastung in der Höhe hoch, ein Sonnenbrand ist innerhalb weniger Stunden möglich.
Familien
Ist La Réunion ein gutes Reiseziel für Familien mit Kindern?
Ja, La Réunion eignet sich gut für Familien dank geschützter Lagunenstrände, kindgerechter Attraktionen wie Kélonia und leichter Wanderwege in den unteren Höhenlagen. Die Insel bietet eine Mischung aus Strand, Natur und kulturellen Ausflügen, die sich flexibel an das Tempo der Familie anpassen lässt. Anspruchsvollere Aktivitäten wie mehrtägige Wanderungen in Mafate oder die Kraterwanderung am Vulkan sind eher für ältere Kinder und Jugendliche geeignet. Mietwagen mit Kindersitzen lassen sich problemlos buchen, die Infrastruktur an der Westküste ist auf Familien gut eingestellt.
Was können Familien im Kélonia sehen?
Kélonia bei Saint-Leu ist ein Meeresschildkröten-Observatorium und Rehabilitationszentrum, in dem Besucher grüne Meeresschildkröten aus nächster Nähe in großen Becken beobachten können. Das Zentrum vermittelt Wissen über Bedrohungen der Schildkröten, Schutzprojekte und die Pflege verletzter Tiere vor ihrer Auswilderung. Ein Besuch dauert etwa ein bis anderthalb Stunden und kostet umgerechnet ungefähr 12 bis 15 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen meist weniger. Kélonia liegt direkt an der Küste und lässt sich gut mit einem Strandtag bei Saint-Leu oder L'Hermitage kombinieren.
Welche Strände auf La Réunion eignen sich am besten für kleine Kinder?
Die Lagunenstrände von L'Hermitage und Saint-Gilles-les-Bains sind wegen ihres flachen, ruhigen Wassers innerhalb des Riffs besonders geeignet für kleine Kinder. La Saline-les-Bains bietet ähnlich geschützte Bedingungen mit weniger Trubel, was für Familien mit kleinen Kindern angenehm sein kann. Der schwarze Sandstrand von Étang-Salé ist ebenfalls beliebt, sollte aber wegen der dunklen, sich stark aufheizenden Sandoberfläche mit Vorsicht am Mittag besucht werden. An allen diesen Stränden gibt es Schatten spendende Bäume und in der Nähe Restaurants, was längere Familienaufenthalte erleichtert.
Sind die Wanderwege auf La Réunion für Kinder geeignet?
Es gibt zahlreiche kürzere, familienfreundliche Wanderwege, etwa rund um Hell-Bourg oder in den unteren Bereichen von Cilaos, die sich gut mit Kindern bewältigen lassen.
Anspruchsvollere Routen wie der Aufstieg zum Piton des Neiges oder Mehrtageswanderungen durch Mafate erfordern dagegen gute Kondition und sind eher für ältere Kinder und Jugendliche geeignet.
Die Kraterwanderung am Piton de la Fournaise ist mit rund vier bis fünf Stunden über unwegsames Terrain für sehr junge Kinder oft zu lang. Vor jeder Familientour lohnt sich eine Rücksprache im örtlichen Tourismusbüro zur Schwierigkeit und aktuellen Wegbedingungen.
Kultur, Essen & Rum
Was ist Maloya, und warum ist es von der UNESCO gelistet?
Maloya ist ein traditioneller Musik- und Tanzstil von La Réunion, der aus der Kultur der versklavten Vorfahren der Insel entstand und Trommeln, Gesang und rhythmische Bewegungen kombiniert.
Die UNESCO nahm Maloya 2009 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf, in Anerkennung seiner historischen und kulturellen Bedeutung für die Identität der Insel. Live-Auftritte finden häufig bei lokalen Festen, in Bars in Saint-Denis oder bei kulturellen Veranstaltungen in Saint-Pierre statt.
Wer authentische Maloya-Musik erleben möchte, informiert sich am besten vor Ort über aktuelle Konzerttermine, da feste Spielstätten selten sind.
Was macht die Vanille von La Réunion, bekannt als Vanille Bourbon, besonders?
Vanille Bourbon stammt von La Réunion und den umliegenden Inseln des Indischen Ozeans und gilt als eine der aromatischsten Vanillesorten der Welt, dank des feuchten, tropischen Klimas der Ostküste. Der Anbau erfolgt größtenteils in Handarbeit, jede Blüte wird einzeln von Hand bestäubt, was den hohen Preis der Vanilleschoten erklärt. Besucher können den Anbau und die Verarbeitung in Betrieben wie der Maison de la Vanille im Osten der Insel hautnah miterleben. Eine Führung mit Verkostung kostet üblicherweise etwa 8 bis 15 Euro und dauert rund 45 Minuten bis eine Stunde.
Welche kreolischen Gerichte sollte man auf La Réunion probieren?
Das Cari, ein würziger kreolischer Eintopf mit Fleisch oder Fisch, Reis, Bohnen und Rougail, gilt als Nationalgericht der Insel und ist auf fast jeder Speisekarte zu finden. Rougail Saucisse, eine würzige Wurst in Tomatensauce, sowie Samoussas als Vorspeise sind weitere feste Bestandteile der kreolischen Küche. Bonbons Piment, frittierte Erbsenbällchen mit Chili, sind ein beliebter Straßenimbiss, besonders auf Märkten in Saint-Pierre oder Saint-Denis. Ein typisches Mittagessen mit Cari kostet in einem lokalen Restaurant meist etwa 10 bis 18 Euro pro Person.
Welche Rum-Destillerien kann man auf La Réunion besuchen?
Die Saga du Rhum im Süden der Insel bietet eine Führung durch die Geschichte des Rumanbaus und der Zuckerrohrverarbeitung auf La Réunion mit anschließender Verkostung.
Auch kleinere Familienbetriebe im Osten, wo Zuckerrohr traditionell angebaut wird, öffnen gelegentlich ihre Türen für Besucher und Verkostungen. Eine Führung mit Verkostung kostet üblicherweise etwa 8 bis 12 Euro und dauert 45 Minuten bis eine Stunde, oft kombiniert mit einem kleinen Souvenirshop.
Wer Rum aus lokalem Zuckerrohranbau probieren möchte, kombiniert den Besuch gut mit einer Fahrt durch die Zuckerrohrfelder im Osten der Insel.